Das Stróbel-Schloss in Bakonybánk, das auf dem Grundstück des Geburtshauses von Donát Bánki, dem Erfinder des Vergasers, errichtet wurde

Bakonybánk ist eine kleine Gemeinde im Komitat Komárom-Esztergom, etwa 40 km von Győr entfernt. In diesem Artikel stellen wir das bekannteste Gebäude der Ortschaft vor: das Stróbel-Schloss.

Das Stróbel-Schloss wurde auf jenem Grundstück errichtet, auf dem einst das Geburtshaus des berühmten ungarischen Maschinenbauingenieurs Donát Bánki stand. Donát wurde 18591 als viertes Kind von Dr. Ignác Löwinger, dem Arzt der Gemeinde, und Betti Salzer geboren. Im Jahr 1868 zog die Familie nach Lovászpatona, sodass er nur bis zu seinem neunten Lebensjahr in Bakonybánk lebte. Nach einer privaten Ausbildung besuchte er die Hauptrealschule im V. Bezirk von Budapest und bewarb sich anschließend 1876 an der Königlichen Joseph-Universität für Technik. Vier Jahre später schloss er sein Studium ab, sein Ingenieurdiplom erhielt er 1893. Während seiner Studienzeit änderte er seinen Familiennamen in Bánki. Seine Begabung wurde auch von seinen Professoren erkannt, weshalb er eine Stelle als Assistent erhielt. Neben seiner mehrjährigen Tätigkeit als Konstrukteur, Abteilungsleiter und Chefingenieur in staatlichen sowie privaten Fabriken arbeitete er auch als Forscher. Donát Bánki und János Csonka sind unter anderem für die Erfindung des Vergasers bekannt. Im Jahr 1898 ernannte ihn die Technische Universität zum Professor, wodurch neben seinen Erfindungen auch die Lehrtätigkeit ein wichtiger Bestandteil seines Lebens wurde. 1902 präsentierte er sein Automobil mit Vorderradantrieb, 1909 seinen Flugzeugstabilisator. Er war einer der bedeutendsten ungarischen Ingenieure, Wissenschaftler und Hochschullehrer.

Im Jahr 1922 wurde auf dem Grundstück des Geburtshauses von Donát Bánki das Stróbel-Herrenhaus errichtet. Bauherr war Zoltán Stróbel, ein nichtadeliger Grundbesitzer2. Seine Vorfahren waren in der Landwirtschaft tätig, während Zoltán durch seine geschäftlichen Erfolge ein bedeutendes Vermögen aufbauen konnte und den Bau des Herrenhauses ermöglichte. Leider währte der plötzlich erlangte Wohlstand nicht lange. Die Baukosten sowie die Ausgaben für den damit verbundenen hohen Lebensstandard verbrauchten das Vermögen relativ schnell. Das Schloss blieb daher nicht dauerhaft im Besitz der Familie, denn im Zuge der Verstaatlichungen nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auch dieses Gebäude 1945 in Staatseigentum überführt. Lange Zeit befand sich an der Straßenseite des Gebäudes ein kleiner Laden. Nachdem die Immobilie wieder in private Hände gelangte, wurde dieser geschlossen und die Renovierung des Schlosses begann.

Wenn man das Gebäude heute betrachtet, sieht man ein über 100 Jahre altes, traditionsreiches Anwesen mit einer Natursteinverkleidung. Die Bausubstanz ist stabil, die Dachkonstruktion – ein traditioneller zweiständiger Dachstuhl – befindet sich mit den originalen Balken in ausgezeichnetem Zustand. Der Hof ist gepflegt, kann jedoch nach individuellen Vorstellungen frei gestaltet werden. Beim Betreten des Schlosses gelangt man zunächst in den ersten Gebäudeflügel. Hier befinden sich größere Räume, die hervorragend für Veranstaltungen und Familienfeiern geeignet sind, während im hinteren Bereich bereits kleinere Wohneinheiten geschaffen wurden. Insgesamt stehen auf einer Wohnfläche von 570 m² drei Säle und zehn Zimmer zur Verfügung. Zusätzlich verfügt das Gebäude über einen Keller sowie ein mit dem Haus verbundenes Nebengebäude, aus dem eine Garage entstehen könnte.2-es lakótérben. Pincével is rendelkezik, illetve egy, a házzal összeépített épülettel, amelyből garázs alakítható ki.

Das ehemalige Stróbel-Schloss wartet derzeit auf seinen neuen Eigentümer. Die Renovierungsarbeiten haben bereits begonnen, die Fertigstellung kann jedoch nach den Vorstellungen und Plänen des zukünftigen Besitzers erfolgen. Das Anwesen eignet sich sowohl als Familienwohnsitz als auch für eine touristische Nutzung. Das Grundstück des Schlosses kann erweitert werden, da sich in unmittelbarer Umgebung weitere unbebaute Flächen befinden.

Wir hoffen, dass wir schon bald über seine Wiedergeburt berichten können.

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