Das vom ehemaligen Obergespan erträumte Herrenhaus im eklektisch-klassizistischen Stil, das auf seinen neuen Besitzer wartet

Im Komitat Pest, am Zusammenfluss zweier Flüsse, liegt jene malerische Siedlung, die im Laufe ihrer Geschichte mehrfach Phasen der Besiedlung und Entvölkerung erlebt hat. Die ersten archäologischen Funde stammen aus dem 5. Jahrtausend v. Chr., aus der Jungsteinzeit; darüber hinaus könnten auch Skythen, Kelten und Sarmaten in diesem Gebiet gelebt haben. Die hervorragende Qualität der landwirtschaftlichen Böden sowie die Nähe zu den Flüssen machten die Region besonders attraktiv. Während des Mongolensturms wurde die Siedlung jedoch vollständig entvölkert. Im 15. und 16. Jahrhundert wurden hier nur wenige Dutzend Häuser verzeichnet, 1686 galt der Ort als völlig unbewohnt. Erst in den 1720er Jahren begannen die neuen Grundbesitzer der Region mit einer erfolgreichen Wiederbesiedlung.

Das in unserem Artikel vorgestellte Herrenhaus wurde vom Ort selbst sowie von István Viczián, dem 1941 zum Obergespan des Komitats Pest-Pilis-Solt-Kiskun ernannten Politiker, geplant und verwirklicht1. Viczián studierte Rechtswissenschaften und begann 1896 seine Laufbahn in der öffentlichen Verwaltung als Verwaltungspraktikant im Innenministerium. 1917 wurde er zum Ministerialrat ernannt, 1921 zum stellvertretenden Staatssekretär und 1931 zum Staatssekretär. Zehn Jahre später wurde er zum ersten und einflussreichsten Mann des Komitats. Dieses Amt übte er bis 1944 aus, als er vor dem Einmarsch der deutschen Truppen nach Toronto emigrierte.

Das Herrenhaus ließ er zwischen 1917 und 1927 nach seinen eigenen Entwürfen errichten. Das eingeschossige Gebäude besitzt einen rechteckigen Grundriss. Stilistisch ist es dem eklektischen, klassizistischen Stil zuzuordnen, der die gesamte Formensprache des Hauses prägt. Charakteristisch ist der Portikus mit vier Säulen und einem Tympanon. Das Dach wurde als Mansarddach ausgeführt. Der wunderschöne Garten wurde etwa zur gleichen Zeit wie das Herrenhaus angelegt und mit Schwarzkiefern, Linden, Rosskastanien und Stieleichen bepflanzt. Der fast zwei Hektar große Park lädt zu entspannten Spaziergängen ein und bietet einen idealen Ort zur Erholung fernab des hektischen Alltags.

Eine interessante Besonderheit ist, dass hier im Jahr 1945 unter der Leitung des Malers János Nagy von April bis Ende August eine Künstlerkolonie mit 15 Teilnehmern betrieben wurde. Später wurde das Herrenhaus verkauft; der heutige Eigentümer erwarb es in den 1990er Jahren, als auch die Renovierung des Gebäudes erfolgte. Das Anwesen verfügt über acht Zimmer mit insgesamt 24 Schlafplätzen, ergänzt durch eine Küche für die Versorgung von bis zu 60 Personen sowie einen Besprechungsraum für bis zu 30 Teilnehmer.

Früher wurde das Herrenhaus als Unterkunft und Veranstaltungsort genutzt. Der wunderschöne Park bot in den vergangenen Jahren eine stimmungsvolle Kulisse für Freiluftveranstaltungen wie Hochzeiten und Familienfeiern. Auch für Erholungszwecke eignet sich das Anwesen hervorragend, da das Herrenhaus eine ruhige und friedliche Atmosphäre schafft. Gleichzeitig kann die Erkundung der Umgebung neben passiver Entspannung auch aktive Erholung ermöglichen.

Die Immobilie steht derzeit zum Verkauf und bietet ihrem neuen Eigentümer die Möglichkeit, eine neue Nutzung für das historische Gebäude zu finden und ein neues Kapitel seiner Geschichte zu schreiben. Weitere Informationen erhalten Sie bei Dániel Vitáry unter der E-Mail-Adresse hello@dandan.hu oder telefonisch unter +3630/618-2271.

Wenn Sie Eigentümer eines Schlosses, Herrenhauses oder einer Villa sind, die Sie in unserem Magazin präsentieren möchten, oder wenn Sie sich für die auf unserer Website vorgestellten Immobilien interessieren, kontaktieren Sie uns bitte unter hello@dandan.hu.