- Noémi Vizi
- Foto: Szilvási Csaba
- Lesezeit: 2 Minuten
Das Pongrácz-Schloss in Csombárd – ein Zuhause für naturverbundene Träume
„Unser Traumhaus mit dem Reiterhof im Komitat Fejér würde ich höchstens gegen ein Schloss eintauschen“, erzählt der Eigentümer des Pongrácz-Schlosses in Csombárd. Ihr Leben veränderte sich völlig, als sie alles verkauften, ihre Möbel, persönlichen Gegenstände, Kleidung und natürlich auch ihre Pferde auf Lastwagen verluden und ihren Lebensmittelpunkt in das kleine Dorf im Komitat Somogy, in das Schloss, verlegten. Aber gehen wir nicht zu weit voraus …
Csombárd ist eine kleine Gemeinde, etwa 12 Autominuten von Kaposvár entfernt, deren erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1324 stammt. Das Gebiet gehörte zum Besitz der Familie Csák (1726 Mihály Csák, nach seinem Tod ab 1733 seine Ehefrau Erzsébet Bakó und ab 1767 zehn Jahre lang Imre Csák1). Sie begannen im 18. Jahrhundert mit den Bauarbeiten, vermutlich bereits Anfang der 1730er Jahre. Dann nahm die Liebe ihren Lauf, und eine Tochter der Familie Csák heiratete ein Mitglied der Familie Pongrácz2. Die beiden Familien vereinten sich und vollendeten gemeinsam um 1780 das Herrenhaus, das noch heute zu sehen ist. Gusztáv Pongrácz träumte davon, hier ein prachtvolles Wochenendhaus zu errichten, und ließ es im Barockstil gestalten. Das Gebäude wurde als Erholungsort genutzt, nicht als dauerhafter Wohnsitz. Die Gestaltung des Parks und die Bepflanzung mit Bäumen begannen bereits in dieser Zeit. Einige alte Baumriesen sind bis heute auf dem Anwesen erhalten geblieben. Die 300 Jahre alte Eiche ist eines der Schmuckstücke des Arboretums und steht direkt vor dem Schloss. (Die Verwaltung des Besitzes ging 1856 offiziell an die Familie Pongrácz über.)
Der letzte adelige Eigentümer war Elemér Klobusiczy Blaskovich. Von ihm wurde das Schloss in den 1940er Jahren verstaatlicht. Anschließend diente es als Büro der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft und auch als Dienstwohnung3. In den 1980er Jahren begannen unter der Leitung des Chefarchitekten des Komitats Somogy erste Erhaltungsarbeiten. Nachdem das Gebäude wieder bewohnbar geworden war, erhielt es seine ursprüngliche Funktion zurück und wurde als Erholungshaus der SÁÉV (Staatliches Bauunternehmen des Komitats Somogy) genutzt. Einige Jahre lang empfing es auch Gäste als Schlosshotel, bevor es erneut in private Hände gelangte. Viele Menschen versuchten, das Gebäude zu retten, doch alle gaben vorzeitig auf. Eine Ausnahme bilden die heutigen Retter des Pongrácz-Schlosses, die sich in den 2020er Jahren dieser Aufgabe angenommen haben.
Sie ließen sich weder vom meterhohen Unkraut noch vom geplünderten, vernachlässigten und durch Feuchtigkeit beschädigten, aber statisch hervorragenden Gebäude abschrecken. Sie verliebten sich in das Anwesen. Nachdem sie ihren Reiterhof verkauft hatten, zog die dreiköpfige Familie gemeinsam mit ihren Pferden, die für sie Familienmitglieder sind, nach Csombárd. Damals wussten sie noch nicht, welchen Herausforderungen sie begegnen würden und wie viel Zeit notwendig sein würde, um dem Schloss auf seinem 3 Hektar großen Grundstück wieder seinen würdigen Glanz zu verleihen. Sie hatten einen großen Traum – und konnten ihn verwirklichen. Im Jahr 2021 zogen sie zunächst in ein einziges Zimmer ein und arbeiteten sich langsam Schritt für Schritt voran. Ab Herbst 2022 wurde das Schloss als Hotel mit 20 Zimmern und Veranstaltungszentrum eröffnet. Ein Jahr später wurde es zusätzlich um ein Restaurant erweitert4. Mit Salon, Gesellschaftsräumen, großer Küche und gemütlichen Zimmern empfängt das Pongrácz-Schloss heute seine Gäste als Schlosshotel und Veranstaltungszentrum.
Die Kapelle ist eines der schönsten Schmuckstücke des Anwesens. Wie auch das Schloss selbst ist sie mit Fresken im Barockstil geschmückt, die sich in einem erstaunlich guten Zustand erhalten haben. Ein Foto aus dem Jahr 1901 diente als Grundlage für die Rekonstruktion. Die Restauratoren standen vor einer besonderen Herausforderung, da die landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft die Kapelle zuvor als Kohlelager genutzt hatte5. Die Arbeiten begannen im Jahr 1990. Obwohl der Altar schließlich in eine Kirche am Balaton gebracht wurde und die Kapelle nicht geweiht ist, besitzt sie eine besondere Atmosphäre und ist einen Besuch wert, um die Fresken zu bewundern. Das Pongrácz-Schloss steht zudem unter Denkmalschutz.
Für Entspannung und erholsame Naturerlebnisse wurden im Garten eine traditionelle Badezuber sowie im Keller ein Wellnessbereich mit Sauna und Whirlpool eingerichtet. Auch Kinder fühlen sich hier wohl, denn vor dem Schloss befinden sich ein Spielplatz und Sportmöglichkeiten. Eine Reise nach Csombárd bietet somit echte aktive Erholung.
Wenn Sie ein ähnliches Schloss oder eine Villa suchen, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Dániel Vitáry steht Ihnen unter der Telefonnummer +3630/618-2271 oder per E-Mail unter vitary@dandan.hu zur Verfügung.










