Gräfliches Degenfeld-Weingut und Schlosshotel – Die perfekte Verbindung von adeliger Eleganz und außergewöhnlichen Weinen in Tarcal

Der Legende nach verdankt Tarcal seinen Namen dem Heerführer Turcol, der einen Reiterwettbewerb gewann und dafür von Fürst Árpád die Siedlung als Belohnung erhielt. Über viele Jahrhunderte befand sich Tarcal im königlichen Besitz1. Bereits König Koloman der Buchkundige besaß hier ein königliches Gut und berief im Jahr 1096 sogar eine Synode in Tarcal ein. Zu den Besitzern gehörten im Laufe der Geschichte nicht nur Könige und Fürsten, sondern auch bedeutende Persönlichkeiten wie der Feldherr Johann Hunyadi. Nach einer Zeit privaten Besitzes gelangte das Gebiet erneut in staatliche Verwaltung, und der Weinbau entwickelte sich zunehmend. Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über den Weinbau in Tarcal stammen aus dem Jahr 1701, sodass die Weinbautradition hier auf eine nachweisbare Geschichte von über 300 Jahren zurückblicken kann. Wie die Landschaft des Tokajer Weinbaugebiets selbst erlebte auch der Weinbau Höhen und Tiefen. Im Jahr 1873 wurde in Tarcal eine Weinbauschule gegründet. Nur wenige Jahre später, 1880, vernichtete die Reblausplage große Teile der Weinberge. Der damalige Direktor der Schule galt als einer der führenden Fachleute auf diesem Gebiet und spielte eine entscheidende Rolle bei der Wiederbepflanzung der Weinberge, vor allem mit den Rebsorten Terézia und Szarvas.

Das malerische Tarcal, rund 230 Kilometer von Budapest entfernt, beeindruckt seine Besucher nicht nur mit seinen sanften, von Weinbergen bedeckten Hängen. Hoch über dem Ort erhebt sich die Terézia-Kapelle auf dem Terézia-Berg, die sich auf dem Gelände des Gräflichen Degenfeld-Weinguts und Schlosshotels befindet. Sie zählt zu den romantischsten Orten der Region und bietet insbesondere bei Sonnenuntergang einen spektakulären Panoramablick. Die barocke Kapelle mit ihrem ovalen Grundriss wurde im 18. Jahrhundert im Auftrag von Graf Antal Grassalkovich als Zeichen des Dankes für die Wohltaten Kaiserin Maria Theresias errichtet2. Nach ihrer Restaurierung im Jahr 2015 entwickelte sie sich zu einem beliebten Ort für Verlobungsfotos, Hochzeiten und Taufen.

Schon bei der Ankunft im Gräflichen Degenfeld Schlosshotel empfängt die Gäste eine Atmosphäre echter aristokratischer Eleganz – die Verwirklichung des Traums von Gräfin Mária Degenfeld und ihrem Ehemann Dr. Thomas Lindner. Die Geschichte der Familie Degenfeld in Tokaj-Hegyalja begann vor mehr als 150 Jahren. Graf Imre Degenfeld war Weinbergsbesitzer in Tokaj und gehörte seit dem 19. Jahrhundert zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des regionalen Weinbaus. Er war Gründungsmitglied des 1857 gegründeten Tokaj-Hegyalja-Weinbauvereins3, dessen Ziel es war, die Qualität der Tokajer Weine zu sichern und weiterzuentwickeln4. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Weinberge der Familie enteignet, woraufhin sie in Deutschland ein neues Leben begann. Jahrzehnte später kehrten Sándor Degenfeld, seine Tochter Mária und ihr Ehemann Thomas nach Ungarn zurück und erwarben 1994 Weinberge in Tarcal, um die jahrhundertealte Familientradition fortzuführen. Im Laufe der Jahre kauften sie weitere benachbarte Weinbergsflächen hinzu und schufen so ein zusammenhängendes Weingut. Ein erster Meilenstein wurde 1996 mit der ersten Weinlese erreicht. Im selben Jahr begann nach den Plänen des Architekten Ferenc Salamin, einem Schüler von Imre Makovecz, der Umbau der ehemaligen Ausbildungsstätte für Kellermeister5. Heute umfasst das moderne Weingut großzügige Bereiche für Traubenverarbeitung, Tanklagerung, Abfüllung, Etikettierung und Logistik. Dennoch begeistern die ursprüngliche Terrasse und der historische Kellereingang die Besucher bis heute bei den Kellerführungen. Aus den Rebsorten Furmint, Hárslevelű, Muscat Blanc, Kövérszőlő und Zéta entstehen außergewöhnliche Weine wie edelsüße Spätlesen, Szamorodni und der weltberühmte Tokajer Aszú. Seit 2009 werden die Weinberge biologisch bewirtschaftet, und seit 2017 tragen sämtliche Weine das offizielle Bio-Siegel. Der nach traditioneller Methode hergestellte Tokaji Organikus Furmint6 Pezsgő Extra Brut 2019 wurde 2023 mit dem Hauptpreis des Weinfestivals von Szeged ausgezeichnet und erhielt zugleich den Titel „Wein der Stadt Szeged 2023“.

Das Schlosshotel, das heute das Herzstück des Weinguts bildet, wurde 1873 auf königlichen Erlass als Königlich Ungarische Weinbauschule errichtet. Nach der verheerenden Reblauskatastrophe galt die Ausbildung von Kellermeistern und Winzern als besonders wichtig und wurde daher zu einer bedeutenden staatlichen Investition. Nach umfassenden Umbau- und Restaurierungsarbeiten eröffnete das Vier-Sterne-Schlosshotel im Jahr 2003 seine Türen. Die Gestaltung der Innenräume basiert auf den Entwürfen von Gräfin Mária Degenfeld, die selbst Innenarchitektin und Designerin ist. Ihr Ziel war es, eine Atmosphäre aristokratischer Eleganz zu schaffen. Dazu tragen Möbel im Empire-Stil, edle Bordeaux- und Grüntöne sowie prachtvolle venezianische Kronleuchter bei. Zahlreiche Werke bedeutender Künstler schmücken die Räume. Besonders beeindruckend ist das monumentale Gemälde von Ödön Batthyány in der Bibliothek, das nahezu eine ganze Wand einnimmt7. Im stilvollen Salon können die Gäste auf bequemen Sofas oder eleganten Sesseln entspannen, den Blick in den Park genießen oder bei einer Partie Schach und anregenden Gesprächen die besondere Atmosphäre des Schlosses erleben. Das Hotel verfügt über zwanzig Doppelzimmer sowie eine großzügige Suite mit eigener Terrasse und Blick auf den Park. Für Erholung sorgen der Swimmingpool und der Wellnessbereich, während Tennisplatz und Fitnessraum ideale Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten bieten.

Das im Château-Stil gestaltete Weingut ist von 35 Hektar Weinbergen umgeben. Der liebevoll gepflegte Park, idyllische Spazierwege und der Weg zur Terézia-Kapelle schaffen eine außergewöhnlich ruhige und romantische Atmosphäre. Gleichzeitig dient das Anwesen als exklusiver Veranstaltungsort für Hochzeiten, Familienfeiern und Firmenevents. Wer aristokratische Eleganz erleben und dabei ausgezeichnete Weine inmitten der Natur genießen möchte – fernab vom Lärm des Alltags und begleitet vom Gesang der Vögel –, findet im Gräflichen Degenfeld-Weingut und Schlosshotel den perfekten Rückzugsort.

Máté Tóth, Direktor des Weinguts, führte Dániel Csorba durch die Weinberge, das Schlosshotel und sogar den historischen Weinkeller. Weitere spannende Einblicke finden Sie im folgenden Vlog:

Das Team von RECHungary hat außerdem einen kurzen Imagefilm über das Gräfliche Degenfeld-Weingut produziert, den wir Ihnen ebenfalls gerne empfehlen:

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