Traumvilla im Gödöllőer Hügelland

„Die Veränderung der Jahreszeiten lässt sich am besten am Laub der Bäume verfolgen. Die graue Winterlandschaft wird nur durch das Sonnenlicht, das auf den schneebedeckten Ästen glitzert, durch die farbigen Triebe der Sträucher und die Frische der immergrünen Pflanzen aufgelockert. Im Frühling bezaubern zunächst die vor dem Laubaustrieb blühenden Bäume den Betrachter, danach rückt der wochenlange Prozess des Blattaustriebs in den Mittelpunkt. Besonders interessant ist die Entwicklung der gelb oder rot gefärbten Blätter. Im Sommer wird das gleichmäßige Dunkelgrün der Landschaft immer wieder durch besondere Farbtupfer unterbrochen: durch blühende Kastanien, rot werdende Kirschen und Äpfel. Im Herbst verzaubert die Landschaft den Betrachter mit einem vollständigen Farbenspiel.“

„Die Aufgabe bestand darin, ein hochwertiges, im oberen Mittelsegment angesiedeltes und menschlich maßstäbliches Wohnhaus zu schaffen, das die Traditionen der ungarischen Baukultur mit den architektonischen Technologien des 21. Jahrhunderts verbindet. Grundlegende Anforderung war, dass Gebäude und Garten sowohl in geistiger als auch in physischer Hinsicht einen bleibenden Wert darstellen und zu einem Referenzbau der ungarischen ländlichen Architektur des frühen 21. Jahrhunderts werden.“

„…und plötzlich wurde mir klar, wie das ideale Wohnhaus aussehen sollte“, sagte L., der Schauspieler. (Wir sitzen im ORFI und warten auf einen Immunologieprofessor. L. ist nämlich auch Erfinder, unter anderem eines immunstärkenden Präparats.) „Und wie sieht es aus?“, fragte ich neugierig. „Es geschah so“, begann er. „Meine Frau und ich waren in Zala wandern, und in der Abenddämmerung kamen wir, nachdem wir aus einem Wald herausgetreten waren, an einen kleinen See. Lange betrachteten wir die Landschaft, bis sie im Dunkeln völlig vor unseren Augen verschwand. Da erkannte ich, wie man leben sollte. Der Lebensraum ist eine Parklandschaft, die die Häuser umfasst. Jede Funktion befindet sich in einem eigenen Gebäude. Es gibt ein Badehaus, ein Schlafhaus, ein Küchenhaus und ein Esshaus; auch die Bibliothek ist ein separates Gebäude. Und die Bewohner gehen zwischen den einzelnen Häusern immer durch diese wunderschöne Parklandschaft.“ Diese Gedanken erscheinen in dem Buch über die Villa in Vácegres, das von XY verfasst wurde. Von diesem Buch wurde nur ein einziges Exemplar angefertigt, das das Haus ein Jahr lang begleitet.

Auf einem 16 Hektar großen Grundstück im Gödöllőer Hügelland befindet sich diese Villa, deren Konzept von der Nähe zur Natur sowie von der Harmonie zwischen Innen- und Außenraum geprägt ist. Verstärkt wird dieses Erlebnis durch den 360-Grad-Panoramablick. Etwa 4,5 Hektar umfassen die gestaltete Gartenanlage, die sich auf dem Weg zum Eingang der Villa zunehmend verfeinert: Vom bewaldeten, mit Bäumen und Sträuchern bewachsenen Bereich gelangt man bis zum 20 Meter langen Zierteich, der als Wegweiser zum Hauseingang dient. Im Garten führt der Weg am 50 Meter langen Schwimmteich vorbei, der auch über einen flachen, für Kinder sicheren Bereich verfügt.

Beim Betreten der Villa gelangt man in einen warm wirkenden Empfangsbereich, dessen Mittelpunkt das Wohnzimmer und die Küche bilden. Großer Wert wurde auf hochwertige Materialien und Exklusivität gelegt. Raumhohe Glasflächen schaffen eine besondere Atmosphäre – nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch in der Bibliothek und im Arbeitszimmer. Verstärkt wird dieses Gefühl durch den Bodenbelag aus massivem kanadischem Nussbaumholz im gesamten Gästebereich. Durch die Fenster eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama; bei klarer Sicht sind sogar das Börzsöny- und das Mátra-Gebirge zu erkennen. Abgerundet wird das Erlebnis durch den Wellnessbereich im Untergeschoss mit einem Pool, der für Reinigung und Erholung steht. Eine besondere Besonderheit ist, dass der Poolbereich sowie das Badezimmer für Erwachsene mit Teakholz verkleidet wurden, während als Fugenmaterial Gummi verwendet wurde. Ein wahrhaft beeindruckendes Detail. Der private Schlafbereich vereint die Schlafzimmer der Erwachsenen, den Ankleidebereich, das Badezimmer sowie den Kinderbereich. Im „Keller“ befinden sich eine Garage mit fünf Stellplätzen sowie ein Warenaufzug, der direkt in die Küche führt. Auf der unteren Ebene liegt außerdem der holzverkleidete Weinkeller, in dem bis zu 4.000 Flaschen Wein gelagert werden können.

An die Worte von XY anknüpfend: In dieser Villa wurde der Wunsch verwirklicht, dass eine Parklandschaft selbst zum Lebensraum wird. Die Glaswände und Fensterflächen verstärken das Gefühl, durch die Natur zu gehen – von einem Gebäude zum nächsten. Dies ist eine perfekte Umsetzung moderner Architektur: Aus der Ferne wirkt das Gebäude einstöckig, während sich seine wahre architektonische Form erst aus bestimmten Blickwinkeln – wenn man den Hügel umrundet – vollständig entfaltet. Auch dies unterstreicht die Nähe zur Natur und die Harmonie zwischen Innen- und Außenraum.

Der derzeitige Eigentümer der Traumvilla führte Dániel Csorba über das Anwesen; den dazu gedrehten Dokumentarfilm können Sie hier ansehen.

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